Geschichte

Vier Schichten eines kleinen Hauses

Das UZ Lab ist nicht aus einem Masterplan entstanden, sondern aus einem Gebäude, einem Dorf, einem Familienareal, leerstehenden Räumen, technischer Neugierde und dem monochrom-typischen Verdacht, dass Kultur dort interessant wird, wo sie eigentlich nicht vorgesehen war.

Vorher

Das Feuerwehrhaus

Ausgangspunkt war das ehemalige Feuerwehrhaus von Unterzögersdorf und das angrenzende Areal um den Bauernhof von Otto Zucker. Der Ort stand für eine sehr konkrete ländliche Frage: Was passiert mit Gebäuden, wenn ihre ursprüngliche Funktion verschwindet?

2017

UZ Labor. Sozialer Spielraum

Im Rahmen des Viertelfestival NÖ Weinviertel entstand das UZ Labor als offener sozialer Spielraum. Es reagierte auf Leerstand im Weinviertel und setzte auf lokale Nutzungsformen statt auf ein von außen übergestülptes Kulturverständnis.

Zum Programm gehörten unter anderem Garten, Biohacking, Cocktail-Robotik, Reparatur-Café, Party und ein Symposium zur regionalen Leerstandsaktivierung.

2023

Sanierung und Wiedereröffnung

Das Gebäude wurde generalsaniert, mit Photovoltaik ausgestattet und um ein Regenwasserfiltersystem ergänzt. Am 1. Juli 2023 wurde es im Rahmen der Feierlichkeiten zu 30 Jahren monochrom wiedereröffnet.

Jetzt

Ein Ort für Kunst, Technik und Treffen

Heute wird das UZ Lab für Ausstellungen, Symposien, Konzerte, Workshops, Treffen und als Produktionsstützpunkt genutzt. Es ist klein genug, um provisorisch zu bleiben, aber markant genug, um eine eigene Ortslegende zu erzeugen.

Bildgeschichte

Vom Putz zur Fassade

Alte gelbe Wand des UZ Lab vor der Renovierung
Die alte Wand: Verfall, Farbe, Oberfläche, Dorfmaterial.
Renovierung des UZ Lab
Der Umbau als Teil der Erzählung, nicht als unsichtbare Vorarbeit.
Regenwasseraufbereitung im UZ Lab
Regenwasseraufbereitung im Innenraum.
Photovoltaik am Dach
Photovoltaik: Das kleine Haus als Energieversuch.
UZ Lab Stencil auf dem alten Tor
Ein altes Zeichen: UZ Lab als Stencil auf dem Tor.

Nicht White Cube.
Nicht Eventstadel.

Das UZ Lab funktioniert am besten als Zwischenform: Werkstatt, Kleinbühne, Treffpunkt, Archiv, improvisierte Galerie und Testfeld für die Frage, wie Kultur in ländlichen Räumen aussehen kann, wenn sie nicht nur Kultur für ein Publikum sein will.